Dieselbe Quelle
Ein Gedanke kann den Geist der seine Quelle ist, nicht verlassen.
sinngemäss T-26.VII.4:7-9
In dieser Welt wo Dinge idealisiert, Personen bewundert oder gar vergöttert werden, wird von uns übersehen wie viel Macht wir diesen «Götzen» geben.
Was ich im Grunde tue ist, ich schauen nach aussen und stellen mir vor (!) wie herrlich es sein muss, von vielen Menschen bewundert zu werden oder in einer luxuriösen Villa zu leben oder die andere Ausrichtung ist, in Indien oder in Afrika Bedürftigen zu helfen oder auch verwahrloste Tiere zu retten.
Dies alles zu tun ist nicht falsch aber es bedeutet im Grunde nichts, denn es ist nur ein Gedanke der nach aussen projiziert wird. Würde ich eines oder mehrere dieser Dinge tun, würde ich in stillen Stunden erfahren, dass sich nichts in mir verändert hat. Ich werde wieder etwas finden das noch grösser, noch schöner oder barmherziger ist, wie das was ich gerade tue oder habe.
Das was ich dabei übersehe ist, dass ich den inneren Frieden nicht durch Taten im Äusseren finden kann. Wie erwähnt kann ich das alles tun, doch es spielt keine Rolle ob ich es tue oder lasse.
Indem ich nach aussen schaue und Unterscheidungen vornehmen, übersehe ich, dass jedes Lebewesen alles hat, weil die Quelle für alle dieselbe ist. So gibt es niemanden der grösser oder besser ist, nur meine Betrachtungsweise und mein Urteil bestimmt das.
Würde ich nach innen schauen und erkennen, dass die Quelle für jeden dieselbe ist, würde ich verstehen, dass so jedes Lebewesen auch ein Teil von mir ist.
Die Quelle, der Ursprung ist Gott und wir sind als Geist seine Ausdehnung.
Der Geist kann nicht angreifen. Denn Geist ist nicht getrennt.
Ich, der in dieser Welt zu leben scheine, muss den Geist jedoch falsch war nehmen. Denn ich nehme ihn als getrennt (von Gott) war. Mit dem getrennten, abgespaltenen Teil des Geistes (im Kurs wird er als falschgesinnt bezeichnet), indem jedoch noch immer die göttliche Schöpfungskraft inne wohnt, erzeuge ich mit dieser diese Welt.
Es ist diese kurze Illusion vom gespaltenen Geist, die meine momentane Entscheidung, etwas zu sein, was ich nicht sein kann, erzeugt hat.
Ich glaube ein isoliertes Wesen zu sein, mit einer eigenen Existenz die getrennt von allen anderen Wesen ist. Ich glaube ein Körper zu sein, mit einem Selbstzweck.
Das ist der Ego-Plan. Ein Plan des Angriffs (auf Gott).
Nur wenn ich mich als getrennt von anderen erfahre, kann ich andere angreifen. Angriff ist der Wunsch allein zu sein – was ich nicht sein kann. Dennoch versuche ich es und setze meinen Körper dafür ein. Das ist meine Identifikation mit dem Körper.
Ich kann hingegen den Körper als Kommunikationsmittel einsetzten. Als Vehikel mich zu verbinden und das Einssein erfahren. Setzte ich den Körper als Kommunikationsmittel ein, erkenne ich mit der Zeit, dass er keinen Selbstzweck hat. Dadurch erfahre ich, dass ich NICHT mein Körper bin (siehe auch den Text über den Körper).
Was bin ich dann ? Nun ich bin mehr als ein Körper – ich bin Geist, verbunden mit allem was ist.
Wenn ich beginne zu erkennen, dass alle meine Erfahrungen rein geistig sind und nur DURCH und nicht vom Körper gemacht werden, wenn ich beginne zu erkennen, dass er ein Mittel ist und keinen Selbstzweck hat, dann höre ich auf zu glauben, dass er das ist, was ich bin.
Diese Bewusstheit wird mich, wird uns befreien. Alle schöpferische Kraft liegt im Geist, niemals innerhalb des Körpers.