Konflikt

Der Konflikt

Wir leben in stetem Konflikt, weil wir uns mit dem Ego definieren. Nur in dem das Ego Konflikt schafft kann der Glaube an es überhaupt existieren. Der Glaube an die Trennung ist Konflikt, der sich mit unserer Wahrnehmung als Individuum bestätigt.

Wir schauen auf unsere Mitmenschen und stellen Unterschiede fest. Wir unterscheiden zwischengross und klein, stark und schwach oder zwischen schön und hässlich usw. Zudem glauben wir bestimmten Menschen näher zu sein als anderen.

Wir unterscheiden die Form unserer Liebe.

Jede Unterscheidung beinhaltet Konflikt.
Wir haben gelernt Unterschiede zu beurteilen und jedes  Urteil von uns, unterscheidet sich von dem Urteil eines anderen. Oder hast du schon je eine andauernde Übereinstimmung mit dem Urteil eines anderen erfahren?

Wir schauen auf die Form ausserhalb unserer selbst, um zu lernen was wir sind. Ein von uns getrennter Wille belehrt uns darüber, wie wir sind. Diese Sichtweise des Ego erzeugt Konflikt. Selbst die sogenannten inneren Werte sind eine Form des Ego und erzeugen die Anwesenheit von Konflikt.

Wenn du einen Moment lang nachdenkst, kannst du dann nicht erkennen, dass Konflikt Schmerz ist?
Vielleicht fragst du die jetzt; warum tun wir das? Wir schauen auf die Freude und ersetzten den Schmerz damit, indem wir ihn in unserem Bewusstsein ignorieren.
Wir erfreuen uns der Schönheiten dieser Welt, vom Ego gemacht. Wir haben somit eine Struktur geschaffen, die uns glauben lässt getrennt (von Gott), allein sein zu können.

Dennoch gelingt es uns nicht die Freude stetig zu wählen. Wir erfahren Momente des Ärgers, der Verzweiflung etc. Solange wir das Ego wählen, entscheiden wir uns für den Konflikt und die Abwesenheit von Frieden.

Tatsächlich sind wir aber immer noch eins und deshalb im Frieden, auch wenn es scheint, wir hätten in dieser Welt keinen Zugang dazu. Doch Gott in seiner allumfassenden Liebe hat uns eine Brücke geschaffen, womit wir in unserem Traum dieser Welt, einen Weg zum Frieden wählen können.

Wie wir im Kurs lesen können, nahm er das Symbol des Heiligen Geistes, das auch als die Stimme Gottes bezeichnet wird. Ü-I.49.1:2
Diese Stimme ist Teil von dir. Sie spricht immer und leise zu uns. Warum höre ich sie nicht, magst du dich jetzt fragen?
Nun solange wir dem Schreien des Ego Beachtung schenken, überhören wir die leise Botschaft (Stimme) des Heiligen Geistes.
Willst du wieder Zugang zum Frieden finden, zu deinem wahren Ich, zum Selbst, auch nur für einen Augenblick? Dann richte in einem Moment der Stille deine Aufmerksamkeit nach innen. Schaue weg vom Geschrei des Ego und finde eine Luke durch die du die leise Stimme des Heiligen Geist vernehmen kannst.

Bist dir bewusst, dass die Stimme nicht unbedingt in Wörter, sondern vielleicht in Bilder oder Gefühlen «vernommen» wir. Dieser Augenblick kann sich durch das üben der Abkehr vom Schreien, zu einem «familiären» Moment manifestieren. Sind wir geübt darin, dann wählen wir, nicht nur in schwierigen Momenten, nach innen «zu schauen» und verbinden uns im Geist mit dem Geist meines Gegenübers und mit allem-was-ist. Vielleicht festigt sich dadurch die Erkenntnis, nie vom Königreich Gottes getrennt zu sein und lässt die diesen Traum zu Ende träumen in dem Wissen darum.